Die Gundelrebe - Glechoma hederacea

Liebe auf den zweiten Blick



Die efeublättrig anmutenden Ranken der Gundelrebe (=Erdefeu), auch Gundermann, kriechen das ganze Jahr über bodennahe dahin und fallen eigentlich nicht wirklich auf - für manch übereifrige Gärtnerin höchstens als lästiges, rasch wachsendes Unkraut!

Auch ich habe sie erst durch meine Kräuterausbildung schätzen gelernt, seither knabbere ich oft ein, zwei Blättchen wenn ich im Garten bin.
Die nierenförmig gekerbten Blätter schmecken herb-würzig und erinnern entfernt an Minze - nicht zufällig: die Minzen sind botanische Verwandte der „Gundi“, sie gehören beide zu den Lippenblütlern und als solche besitzen sie viele ätherische Öle als Inhaltsstoffe.









Sparsam eingesetzt gibt sie vielen Wild-kräuterspeisen eine besondere Würze - nicht umsonst wird sie auch Soldatenpetersilie genannt.

Traditionell ist die Gundelrebe Bestandteil der Gründonnerstagssuppe, vor dem Rein- heitsgebot wurde sie sogar zum Bierbrauen verwendet.


Eine moderne Köstlichkeit ist das „Wiesen-After-Eight“Gundelrebenblätter in flüssige Zartbitterschokolade getaucht.


Ich mische „Gundi“ gern zum Kräutersalzdie Blätter und/oder die Blüten, diese ergeben eine tolle lila Farbe!



Volksmedizinisch wird der Ground Ivy (engl.) seit Menschengedenken eingesetzt:
Bei Husten und Erkältung wirkt er schleimlösend und entzündungshemmend, als Tee oder noch besser in Milch aufgekocht - dadurch lösen sich die ätherischen Öle besser.
Bei chronischem Schnupfen benutzt man den frischen Presssaft als Nasenspülung.


Als Eiterkraut (der Name Gund bedeutet Eiter) wird er in Form eines Tees oder Salbe bei schlecht heilenden Wunden, Abszessen oder als Spülung bei Entzündungen im Mundraum und Zahnschmerzen eingesetzt.
Die Gundelrebe ist ein sehr potentes Entgiftungskraut!!!
Es soll Schwermetalle ausleiten, insbesondere Blei, es unterstützt die Nieren- und Leber- funktion, wirkt also auch allgemein blutreinigend.
W.D. Storl beschreibt zudem antivirale Eigenschaften, insbesondere bei der Virusgrippe und durch Coxsackieviren ausgelöste Infektionen


Achtung: für Pferde und Nagetiere ist der Gundermann giftig!

Wirklich überwältigt hat mich diese besondere Pflanze aber erst letzten April: in einem nicht gemähten Teil meines Gartens erhob sich ein riesiger Teppich von blühenden Gundelreben! Hummeln schwirrten herum, ein herrlich würziger Duft breitete sich aus. Ich saß inmitten dieser Blütenpracht und fragte mich:

Was machen bloß all die Gundermänner in meinem Garten???




Was wollen sie mir sagen? Warum sind sie plötzlich so präsent?
Zu dem damaligen Zeitpunkt konnte ich es noch nicht wissen, aber in den folgenden Wochen sollten schlimme Dinge in meinem Leben passieren, die Gundelrebe kam, um mir Kraft zu geben, erdende Kraft.


Du glaubst, ich fantasiere mir esoterischen Quatsch zusammen?

Ein Naturvolk würde niemals daran zweifeln, dass das auffällige Wachstum einer Pflanzenart in deiner direkten Nähe Bedeutung hat!



Und du?

Denk in Ruhe darüber nach!
Gerne kannst du mir antworten - ich freu mich!





                                                       © Sabine Lassner 2026


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